Geschichte

Geschichte vom Ratskeller bzw. ehemaligem Rathaus


Ein erstes Rathaus wird bereits 1350 unter dem Namen „Gymnasium“ genannt. Es war ein Haus für den Rat und die Gilden der Stadt. Es ist kaum etwas darüber bekannt. Sein Standort war vermutlich an der Stelle des heutigen Ratskellers. 1542 wird ein kleines Rathaus erwähnt.


Das zweite Rathaus war der heutige Ratskeller, im Weserenaissance –Stil erbaut, direkt am Markt, Ecke Bäckerstrasse. Es besteht aus zwei Flügeln, dem älteren und kleineren Westflügel und dem jüngeren Ostflügel (erbaut 1598 bis 1604). Von den beiden Flügeln trägt der ältere, westliche mit seinen Staffelgiebeln, noch Züge der gotischen Zeit, aus der heraus der neue Baustil erwuchs. Der Volutengiebel des einige Jahrzehnte jüngeren Ostflügels spielt in manchen Teilen schon ins Barock hinüber. Die dem Markt zugewandte Hauptfassade mit den beiden Giebeln hat eine Breite von 22,5 Metern, die Seitenfront des Ostflügels an der Bäckerstrasse misst 35 Meter, während der Westflügel nur 16 Meter lang ist. Die zwei Geschosse beider Bauteile erscheinen durch die Gesimsführung gleich hoch. Bei dem niedrigeren Westbau ist jedoch über dem Obergeschoß ein in die Dachschräge hineinreichendes weiteres Geschoß in die Fassade einbezogen. Seinen Formen nach gehört der Westflügel in die Frühzeit der Weser-Renaissance um 1550; mit den die Staffeln füllenden kugelbesetzten Rundbogen des Giebels, erinnert er lebhaft an Schloß und Rathaus in Stadthage die gleichfalls dieser Zeit entstammen. Die Giebel der beiden Ausluchten wiederholen Form und Schmuck des Hauptgiebels. Ihre rundbogigen Türen führen in die Tonnengewölbe des Untergeschosses. Die Jahreszahl 1583, die eine Tafel am Giebel nennt, kann sich nicht auf das Baujahr des Westbaues beziehen, dessen Formen eher älter als die des 1565 datierten Archiverkers am Münchhausen-Hofe sind, keinesfalls aber zwei Jahrzehnte jünger. Es mag indessen sein, dass sich der Bau über sehr lange Zeit hingezogen hat und das er erst 1583 in allen Teilen vollendet war.


Die Jahreszahl besagt auch nicht, dass etwa der Ostflügel zu dieser Zeit begonnen wäre. Er ist mindestens ein Jahrzehnt jünger und trägt viel reicheren Schmuck. Schon die Kanten , die am Westbau noch aus schlichtem Sandstein bestehen, sind hier durch sorgfältig bearbeitete Bossenquarder belebt, deren Spiegel nicht roh behauen, sondern mit reichen Ornamenten bedeckt sind. Der Torbogen der am südlichen Ende im Freien zum Obergeschoß führenden steinernden Treppe und das Gewände der oberen Tür sind in gleicher Art aus Bossenquardern errichtet. Die Fenster, die am Westfügel mit schmucklosem Sturz überdeckt sind, werden am Ostbau von Kartuschen und Voluten bekrönt; ihre Teilungspfosten sind im unteren Teil als Kandelabersäulchen behandelt. Der zur vollen Höhe der beiden Geschosse durchgeführte, schlankere Erker ist reicher ausgebildet als die Ausluchten des Westflügels und erinnert in der ornamentalen Behandlung - besonders des Giebels - so sehr an den zierlichen, 1615 erbauten Apothekenerker des Lemgoer Rathauses, dass man ihn für eine allerdings ältere Arbeit des gleichen Meisters halten möchte. Die Fläche des durch Fensterpaare belebten, durch zwei Doppelgesimse horizontal gegliederten, zu stattlicher Höhe aufsteigenden Giebels ist schlicht und nicht verziert. Die durch Voluten reich ausgebildete Kante ist mit drei Pyramidenpaaren besetzt. Das in einer siebten Pyramide endigende schmale Schlußstück des Giebels ist prächtiger ausgestattet und erinnert in mancher Beziehung bereits an barocke Formgebung. Der Bau, dessen Längsseite im 18. Jahrhundert ein breiter Fachwerkerker aufgesetzt wurde, dürfte um 1600 vollendet gewesen sein.


Die Stadtverwaltung war bis 1900 im Ostflügel des Ratskellers untergebracht. Man erreichte sie über die steinernde Außentreppe an der Seite Bäckerstrasse. Bis Ende der 70iger Jahre war das Rathaus im heutigen Bürgerhaus untergebracht. Nach der großen Kreisreform im Jahr 1977 räumte die hiesige Kreisverwaltung nach und nach ihre Dienststellen, sodass das Rathaus in seine heutigen Räume – in der Klosterstrasse - umziehen konnte.

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